Tag 1 — Courmayeur / Visaille: Combal-See und sanfter Einstieg ins Tal
- 🥾 Den ersten Tag gestaltet man am besten zur Akklimatisierung und als Überblick: von Courmayeur mit dem Shuttle oder dem Auto in den oberen Teil des Val Veny bis zum Bereich La Visaille fahren und eine leichte Route zum Lago Combal sowie auf der breiten Talstraße entlang der Gletscherbäche gehen. Das ist ein Spaziergang durch ein Bergtal und ein naturbelassenes Seengebiet mit fantastischen Ausblicken auf die Südseite des Mont-Blanc-Massivs, Moränenhänge und feuchte Alpenwiesen. Der aktive Teil des Tages dauert ungefähr 2,5–4 Stunden ohne Eile; als Richtwert gelten 6–9 km, der Höhengewinn liegt meist bei bis zu 250–300 m je nach Startpunkt und Länge des Spaziergangs. Schwierigkeitsgrad leicht / moderat.
Die Route ist für normale Touristen ohne Spezialausrüstung geeignet, weil es sich um einen bekannten und beliebten Weg auf einer breiten Straße und gut erkennbaren Wanderabschnitten handelt, ohne Gletscher, Drahtseile, via ferrata und gefährliche technische Passagen. Unterwegs kann man ganz entspannt auf das Wasser des Combal-Sees, die sumpfigen Stellen, die Spiegelungen der Wolken und die mächtigen Wände des Gletscherkars schauen. Das ist ein guter Tag, um Tempo, Schuhe und Wetter vor der längeren Tour zur Hütte zu testen.
- Saisonal ist wichtig zu beachten, dass das optimale Zeitfenster hier Juli–September ist. Anfang Juli können einzelne höhere Abschnitte weiter oben im Tal noch Schneereste haben, und nach Regen sind nasse und rutschige Stellen auf dem Weg möglich. Am besten startet man morgens: nach Mittag ziehen im Tal häufiger Wolken auf, und beliebte Parkplätze und Shuttles füllen sich schneller. Ein permit ist normalerweise nicht erforderlich, aber vor dem Aufbruch ist es sinnvoll, den Zustand des Weges im Tourismusbüro von Courmayeur oder im Hotel zu erfragen.