Tag 1 — Anreise nach Nafplio und erste Begegnung mit der Stadt
🚆 Den günstigen Start der Route plant man am bequemsten mit dem Bus KTEL Argolida: Von Athen nach Nafplio dauert die Fahrt etwa 2 Stunden 10 Minuten. Wenn Sie am Flughafen Athen landen, ist die sparsamste und realistischste Variante, zunächst zum Fernbusbahnhof in Athen zu gelangen und erst dort den Bus nach Nafplio zu nehmen. Für die ganze Region ist das eine wichtige Entscheidung: Im Unterschied zu einer Taxifahrt oder einem Mietwagen senkt der Bus das Budget deutlich und erspart den Stress des ersten Tages auf unbekannten Straßen.
🚶 Nafplio ist eine jener Städte, die sich gerade für eine ruhige Budgetreise ideal eignen: Das alte Zentrum ist kompakt, viele schöne Orte sind zu Fuß erreichbar, und die Atmosphäre selbst wirkt besser als jede teure Führung. Die ehemalige erste Hauptstadt des modernen Griechenlands empfängt Reisende mit dem weichen Licht des Argolischen Golfs, engen Gassen mit Balkonen, Spuren venezianischer und osmanischer Epochen und dem Gefühl einer Stadt, die man nicht „konsumieren“ muss — es reicht, sie Schritt für Schritt zu erleben. Schon am ersten Abend lohnt sich ein Spaziergang vom Hafen zum Syntagma-Platz, ein Blick auf die Fassaden der neoklassizistischen Häuser, ein Weg zur Uferpromenade mit Aussicht auf die Inselfestung Bourtzi und als Abschluss des Tages ein kostenloser Spaziergang auf der Arvanitia — einem Küstenweg, auf dem Felsen, Meer und Sonnenuntergang fast eine Postkartenszene ohne Eintrittskarten und Warteschlangen schaffen.
🍽️ Um am ersten Tag zu sparen, setzt man am besten auf einfache Familientavernen abseits der touristischen Wasserlinie: Orientieren Sie sich an Gyros, Souvlaki, Ofengemüse, griechischem Salat und Tagesgerichten. Ein realistisches Budget für ein schlichtes Abendessen liegt bei etwa 10–18 € pro Person, für einen schnellen Snack bei 4–8 €.
💤 Eine Übernachtung in Nafplio ist als Basis logisch: Von hier aus lassen sich günstige Ausflüge nach Mykene, Tiryns und Epidaurus am einfachsten unternehmen, ohne jeden Tag die Unterkunft zu wechseln und zusätzlich Geld für häufige Ortswechsel auszugeben.