Tag 1 — Straßburg: Kathedrale, Grande Île und die ersten Fachwerkstraßen
🚆 Wenn Sie am Flughafen Straßburg ankommen, ist die günstigste und sinnvollste Möglichkeit, ins Zentrum zu gelangen, der kurze TER-Shuttlezug bis Strasbourg-Ville: Die Fahrt dauert etwa 8 Minuten, und danach kann man leicht zu Fuß zu einem preiswerten Hotel in Bahnhofsnähe gehen oder die Straßenbahn nehmen. Für einen günstigen Start ist ein Kombiticket Flughafen + öffentlicher Nahverkehr für 24 Stunden praktisch, wenn Sie an diesem Tag noch weitere Fahrten in der Stadt planen; wenn Sie wenig Gepäck haben und zentral wohnen, kann ein Teil der Strecke zu Fuß zurückgelegt werden, ohne für unnötige Fahrten extra zu zahlen.
🚶 Den ersten Tag widmen Sie am besten dem historischen Kern Straßburgs — der Insel Grande Île, wo sich die Stadt genau so zeigt, wie man es vom Elsass erwartet: enge Gassen, warmer Stein, Holzläden, gepflegte Schilder und endlos fotogene Fassaden. Der zentrale Punkt der Route ist die Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg, Place de la Cathédrale, 67000 Strasbourg. Das ist nicht nur das wichtigste Gotteshaus der Stadt, sondern ein architektonischer Orientierungspunkt der ganzen Region: riesiger rosafarbener Sandstein, eine höchst komplexe gotische Fassade, Skulpturen, Bögen und das Gefühl, als stünde vor Ihnen eine in Stein gefasste Enzyklopädie des mittelalterlichen Europas. Auch wenn Sie nicht auf die Plattform hinaufgehen, lohnt es sich, die Kathedrale einmal zu umrunden, bei der Place du Château vorbeizuschauen und hier in Ruhe mindestens eine Stunde zu verbringen.
⛪ Für eine Budgetreise ist es besonders angenehm, dass die besten Eindrücke im Zentrum von Straßburg sehr wenig kosten oder ganz kostenlos sind: ein Spaziergang über den Kathedralplatz, die Betrachtung der äußeren Ausstattung, die Gassen rund um die Rue Mercière, der Weg zum Fluss, die Brücken und Aussichtspunkte in der Altstadt. Wenn Sie noch Kraft haben, können Sie den Aufstieg auf die Plattform der Kathedrale über die Treppe ergänzen: Das ist kostenpflichtig, aber vergleichsweise erschwinglich und bietet einen der besten Ausblicke auf die Dächer Straßburgs, die Vogesen und bei klarem Wetter sogar auf ferne Horizonte. Für den Aufstieg sollten Sie mit Warten und Pause etwa 45–60 Minuten einplanen.
🥖 Nach der Besichtigung der Kathedrale gehen Sie zu den Vierteln rund um Rue des Hallebardes, Rue Mercière und Place Gutenberg. Hier sollten Sie weniger nach einem teuren Restaurant-Erlebnis suchen, sondern sich einen typisch elsässischen Budget-Tag aus Bäckereien, Sandwiches, Quiche, Tarte flambée in einfacher Form oder einem schlichten Tagesmenü zusammenstellen. Im Zentrum gibt es viele Bäckereien und kleine Lokale, in denen man für einen Snack etwa 8–15 € oder für ein einfaches Mittagessen ohne Extras 12–20 € ausgeben kann. Um zu sparen, ist es sinnvoll, das Frühstück in einer Bäckerei zu nehmen und die warme Hauptmahlzeit tagsüber, wenn es günstigere Menüformeln gibt.
🌆 Am Abend machen Sie einen gemütlichen Spaziergang zu den Ufern der Ill und durch das alte Zentrum ohne festen Plan. Straßburg ist in der Dämmerung besonders schön: Schaufenster spiegeln sich im Wasser, die Kathedrale verdunkelt sich vor dem Himmel, und die Fachwerkhäuser beginnen nach und nach in warmem gelbem Licht zu leuchten. Dieser Abend ist nicht für Häkchen auf einer Liste gedacht, sondern dafür, nach der Anreise langsamer zu werden und ohne unnötige Ausgaben in den Rhythmus des Elsass hineinzufinden.